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Gründer-Porträt · Vertrieb · DACH

„Mit 20 habe ich mich eingeschlossen, bis es funktioniert hat"

Mario De Luca war 18, hatte nach eigener Erzählung fünfstellige Schulden und vier gescheiterte Business-Versuche hinter sich. Vier Jahre später baut er Vertriebssysteme für Unternehmen, führt eigene Sales-Teams und erklärt einer wachsenden Community, wie High-Ticket-Vertrieb wirklich funktioniert. In seinem neuen Video „My Story" erzählt der 22-Jährige, was zwischen diesen beiden Punkten lag.

Von Redaktion DR ≈ 7 Min. Lesezeit
Das My-Story-Video: „At 20, I locked myself in a room until I made $1 million with high ticket sales" — erschienen am 28. Juli 2026 auf De Lucas Kanal @realsalesgenius.

Es gibt einen Satz in Mario De Lucas Video, der hängen bleibt, weil er so unglamourös ist: Vertrieb sei das erste Mal gewesen, dass er „richtig arbeiten musste, um Geld zu verdienen". Alles davor — Kellnern, Reselling, die üblichen Side-Hustles — beschreibt er als Beschäftigungen, bei denen man sich zurücklehnen konnte. Nebenbei aufs Handy schauen, trotzdem bezahlt werden. Mit dem Einstieg in den Sales-Beruf, erzählt er, war das schlagartig vorbei.

De Luca ist 22, kommt aus dem DACH-Raum und gehört zu einer Gründergeneration, die ihre Lehrjahre nicht mehr im Konferenzraum, sondern vor der Kamera dokumentiert. Auf seinem YouTube-Kanal @realsalesgenius wechseln sich englischsprachige Sales-Anleitungen mit deutschen Vlogs ab — mal geht es um die Kunst, Menschen in 30 Sekunden zu lesen, mal um eine Woche seines Lebens zwischen Deutschland und Dubai. Das Ende Juli erschienene My-Story-Video ist der bisher persönlichste Beitrag: eine Viertelstunde über den Weg vom frustrierten Teenager zum Unternehmer.

Der Tiefpunkt kam vor dem Anfang

Den Ausgangspunkt seiner Geschichte hat De Luca an anderer Stelle selbst öffentlich gemacht: Mit 18 saß er nach eigener Aussage mit fünfstelligen Schulden im Kinderzimmer, vier Business-Versuche waren gescheitert. Geprägt hat ihn dabei auch die Geschichte seines Vaters, der sich aus dem Nichts ein Eiscafé aufgebaut hatte — und der mit über 60 noch immer arbeitet. Es ist ein Antrieb, den man aus vielen Gründerbiografien kennt, der bei De Luca aber auffallend konkret bleibt: Es geht nicht um Statussymbole, sagt er, sondern darum, dass der Vater aufhören kann.

Mit 20 kam der Wendepunkt: der Einstieg in eine Sales-Agentur, das erste Mal „richtig" Vertrieb. Talent, betont er im Video, habe dabei keine Rolle gespielt.

"I wasn't talented at it or pretty good from the start on. I was just keen to learn. I was just hungry."

Mario De Luca im My-Story-Video, Juli 2026

Was dann folgte, beschreibt der Videotitel in einem Satz: Er habe sich mit 20 eingeschlossen, bis er mit High-Ticket-Sales seine erste Million umgesetzt hatte — eine Zahl, die sich naturgemäß nicht unabhängig prüfen lässt, die aber zum Kern seiner Erzählung gehört: Besessenheit als Methode. Frustration, mit 19 oder 20 „noch nicht reich zu sein", nennt er als Treibstoff — und meint das weniger als Größenwahn denn als Ungeduld mit sich selbst.

„Weil ich nervig war, wurde ich überhaupt in Betracht gezogen"

Der vielleicht ehrlichste Teil des Videos handelt davon, wie man ohne Erfahrung überhaupt eine Chance bekommt. De Lucas Antwort ist unbequem: durch Penetranz. Er sei zu Leuten gegangen und habe ihnen Hilfe angeboten, ohne dafür bezahlt zu werden — ungefragt, hartnäckig, nach eigener Beschreibung „nervig und größenwahnsinnig" zugleich.

"Because I was annoying, because I was so delusional without any experience to still go up to people and give them tips … that made me the candidate to even be considered for something like this."

Mario De Luca im My-Story-Video, Juli 2026

Dahinter steckt eine Arbeitsauffassung, die er im Video mehrfach variiert: hundert Prozent Präsenz, egal in welcher Rolle. Ob Appointment Setter, Closer, Chat-Setter oder Geschäftsführer — entscheidend sei nicht die Position, sondern wie sehr man in seiner Arbeit aufgehe und wie motivierend man für andere sei. Wer nur darauf hoffe, dass gute Arbeit schon irgendwann bemerkt werde, so De Luca, werde in diesem Geschäft nicht gesehen.

Vom Verkäufer zum Systembauer

Heute steht De Lucas Name nicht mehr nur für das Verkaufen selbst, sondern für die Strukturen dahinter. Auf seiner Website delucalegacy.com positioniert er sich mit „Sales-Strukturen, Teamführung & skalierbaren Systemen für Unternehmen"; nach eigener Aussage hat er mehrere Unternehmen im Vertrieb skaliert und dabei über eine halbe Million Euro Umsatz über seine Vertriebssysteme eingesammelt. Parallel baut er an eigener Software: einer Vertriebsplattform, die Lead-Tracking, Team-Führung und Provisionslogik zusammenzieht — und an KI-Assistenten, die ihm einen Teil der Arbeit abnehmen, bevor er morgens aufwacht.

Es ist die logische Fortsetzung seiner These aus dem Video: Wer in der Zukunft etwas reparieren will, dürfe nicht wiederholen, was in der Vergangenheit funktioniert hat.

"You can't fix something in the future by doing the same thing you've always done in the past."

Mario De Luca im My-Story-Video, Juli 2026

Den Schluss seines Videos widmet De Luca denen, die ihre Veränderung chronisch vertagen — auf morgen, nächste Woche, nächstes Jahr. Erfolg warte nicht, sagt er; er gehe einfach zu den anderen. Man kann das als Motivations-Rhetorik lesen, wie sie die Branche liebt. Man kann darin aber auch die Kurzfassung einer Biografie sehen, die mit Schulden im Kinderzimmer begann und vier Jahre später aus eigenen Teams, eigener Software und einer eigenen Geschichte besteht — erzählt von jemandem, der sie selbst noch mitten im Schreiben ist.

Transparenz: Dieses Porträt erschien im Rahmen unserer Gründer-Serie und basiert auf Mario De Lucas My-Story-Video, seinem YouTube-Kanal sowie seinen eigenen Veröffentlichungen; Umsatz- und Erfolgsangaben sind Eigenangaben des Porträtierten. Zwischen dem Herausgeber dieser Publikation und dem Porträtierten bestehen geschäftliche Beziehungen. Redaktion DR ist eine Publikation der nextCore Technologies.